Von wegen immer mehr Singles. In Europa wohnen durchschnittlich 50 % der Menschen als Paar gemeinsam in einer Wohnung, mal mit Kindern, mal ohne Kinder. Dabei ist klar: Jedes Familienmitglied nutzt mehrmals am Tag das Bad – oft zur selben Zeit. Grund genug also, die Frage zu beantworten: Wie sieht das ideale Badezimmer für Paare eigentlich aus?
Es spielt tatsächlich keine Rolle, ob Sie selbst in Deutschland wohnen (55 % Paarhaushalte), in den Niederlanden (51 %), in Frankreich (50 %) oder im Vereinigten Königreich (48 %): In rund jedem zweiten Haushalt teilen sich mindestens zwei Personen ein Badezimmer. Gleichzeitig verbringt ein erwachsener Mensch täglich eine gute Stunde im Bad – und wenn Sie ebenfalls nicht alleine wohnen, wissen Sie, wie das im Alltag aussieht: Stau am Waschbecken, Stoßzeit vor der Dusche, „Schatz, wo ist mein Rasierer?“. Mit dem Wohlfühlfaktor Badezimmer ist es so schnell vorbei. Dabei könnte es auch ganz anders sein. Wir geben Ihnen die Tipps, mit denen Sie sich zu zweit nicht nur perfekt im Bad organisieren, sondern sogar für ein wenig mehr Romantik im Alltag sorgen können. Dabei setzen wir nicht nur auf unsere eigene Erfahrung als Badezimmerprofis, sondern auch auf Stimmen aus unserem Team.
Sie selbst sind natürlich ebenfalls herzlich eingeladen, sich auszuprobieren, denn genau dafür gibt es unseren interaktiven Badplaner. Inspiration für Ihr Traumbad liefern Ihnen dabei die unten stehenden Ausführungen.
Hier sind sich alle einig: Damit es im Bad funktioniert, braucht es für beide Partner ausreichend Ablageflächen. Klar voneinander getrennt – das ist deins, das ist meins – und möglichst strukturiert. Denn wenn wir uns vor dem Spiegel drängen, vielleicht noch gar nicht so richtig wach sind und einfach nur reibungslos in den Tag starten möchten, sollte jeder Handgriff möglichst routiniert erfolgen. Sparen Sie daher nicht am Stauraum. Ganz im Gegenteil: Planen Sie lieber ein wenig mehr davon ein, als Sie es im ersten Moment für nötig halten. Denn bekanntlich haben Parfums und Shampooflaschen die wundersame Eigenschaft, sich ganz ungewollt zu vermehren.
Was den Stauraum angeht, setzen wir auf die Maximallösung: Wir haben den Luxus von zwei Badezimmern im Haus, da müssen wir nicht teilen. Ist das geschummelt? Vielleicht ein bisschen.
Simone Frey, hansgrohe Leitung New Product Introduction
Möglichkeiten für eine großzügige Ablagefläche existieren dabei viele. In größeren Bädern setzen Sie auf großzügige Badmöbel, etwa als Waschtischunterschrank, als Hängeschränke oder als Stehschrank. Kleinere Bäder profitieren von Aufbewahrungssystemen, die an den Wänden montiert werden können. Ein Ablagekorb für mich, ein Ablagekorb für dich, und der Streit um die Seife gehört der Vergangenheit an.
Haben Sie Ihre Badutensilien perfekt organisiert und verstaut, folgt direkt im Anschluss all das, was wir sonst noch für die tägliche Pflege brauchen – und zwar in zweifacher Ausführung. Vielleicht sind zwei Badewannen dabei ein wenig überdimensioniert, zwei separate Vergrößerungsspiegel dagegen beispielsweise durchaus sinnvoll. So kann er sich den Schnurrbart stutzen, während sie den Lidstrich zieht.
Wenn ich etwas nie wieder missen möchte, dann sind es Stauraum und unsere RainSelect Dusche. Die Badewanne kam beim letzten Umbau dagegen weg. Jetzt haben wir die Badewanne durch das „umwerfende“ Dusch-WC ersetzt.
Lilo Butzke, hansgrohe Commodity Buyer
Dazu zwei Haarföhne, separate Handtuchhalter auf beiden Seiten des Waschbeckens, eigene Zahnputzbecher oder Seifenspender – alles, was sich an Accessoires im Bad findet, kann gerne zweimal da sein. Vielleicht ergibt für Sie ganz persönlich nicht jede Idee Sinn – wenn er stolz die Glatze trägt, ist ein zweiter Föhn vermutlich überflüssig. Aber solche und ähnliche Kleinigkeiten klären Paare einfach in einem guten Gespräch.
Wenn Ihr Badezimmer den nötigen Platz bietet, empfehlen wir Ihnen weiterhin unbedingt ein Doppelwaschbecken. Denn auch, wenn es sich anders anfühlt: Die meiste Zeit verbringen wir im Bad am Waschtisch. Zähneputzen, Hautpflege, Schminken, oft sogar die Haarwäsche – all das geschieht am Becken. Mit zwei Waschbecken erfolgen all diese Aufgaben komplett stressfrei. Niemand steht sich im Wege, alle Accessoires sind sofort griffbereit. Insbesondere dann, wenn Sie Ihr Doppelwaschbecken noch um einen Unterschrank für zwei Waschbecken ergänzen. Denken Sie zuletzt noch an die Spiegel – entweder zwei Spiegel separat oder einen großen, durchgehenden Spiegel – und der morgendlichen Routine kommt nichts mehr in die Quere.
Mit nur einem Waschbecken wird es bei uns im Bad schon mal ein wenig eng. Aber unser großer Spiegelschrank mit klar getrennten Ablagen hilft, dass im Alltag trotzdem alles gut bei uns funktioniert.
Daniel Roll, hansgrohe Projektleiter Neuprodukte
Zuletzt wäre da noch eine Sache, die ebenfalls zum Alltag im Bad gehört, über die wir uns aber gerne vornehm ausschweigen: der Gang zur Toilette. Selbst eingespielte Paare wahren dabei gerne die Intimsphäre. Aber dafür existieren durchaus Möglichkeiten: Raumteiler und Trennwände zonieren das Bad und dienen gleichzeitig als Sichtschutz für alles, was Paare nicht gerne vis-à-vis erledigen möchten. Ob es ein Paravent wird, ein Regal oder gar festes Mauerwerk – das überlassen wir Ihnen. Fest steht: Wenn das Bad nicht mehr vollständig geräumt werden muss, nur weil jemand kurz die Toilette aufsucht, sammeln Sie in Ihrem Alltag viele Harmoniepunkte.
Planen Sie Ihr Doppelwaschbecken oder Ihre Raumteiler ganz einfach selbst: Mit unserem Badplaner testen Sie verschiedene Varianten und sehen sofort, was in Ihr Badezimmer passt.
Eine gemeinsame Dusche könnte so entspannend sein, wäre da nicht das Problem, dass unter einer typischen Brause immer nur eine Person Platz findet. Und egal, wie sehr Sie Ihr Bad auch aufheizen: Spätestens, wenn die Verdunstungskälte einsetzt, geht das Zähneklappern los. Romantik kommt da nicht auf, aber selbstverständlich gibt es Lösungen. Von der Idee, Kopf- und Handbrause gleichzeitig laufen zu lassen oder gar zwei Duschköpfe zu installieren, raten wir allerdings ab. Hier spielt die Technik nicht mit. Es bräuchte Rohre mit großem Durchmesser, um für ausreichend Wasserdruck zu sorgen. Dazu einen starken Durchlauferhitzer und Armaturen, die den Betrieb von zwei Brausen überhaupt erst zulassen. Das geht besser und vor allem einfacher:
Das Duschvergnügen steht für uns an erster Stelle im Bad. Deshalb haben wir unsere Dusche schon vor 23 Jahren besonders groß geplant. Das war damals gar nicht so einfach, weil es noch gar keine Wannen in diesen Dimensionen gab. Aber: Heute würde ich die Dusche noch größer planen!
Andrea Duckert, hansgrohe Assistenz Management
Installieren Sie eine Regendusche mit einer Größe von mindestens 300 × 300 mm, etwa ein Modell aus der hansgrohe Raindance-Kollektion. So erhalten Sie ein großzügiges Regenfeld mit einer Breite von bis zu 70 cm. Wenn Sie und Ihr Lieblingsmensch nun nur ein ganz kleines bisschen auf Tuchfühlung gehen, stehen Sie beide im warmen Wasser. Kein Bibbern, kein Streit, wer denn nun brausen darf, sondern Harmonie und ein Duscherlebnis wie ein warmer Regenguss.
hansgrohe Tipp
Das romantische Bad zu zweit kennen wir vor allem aus Hollywoodfilmen. Leider sieht die Realität oft anders aus: Eine handelsübliche Badewanne ist auf genau eine Person zugeschnitten. Wird zu zweit darin Platz genommen, dann höchstens in der Hocke, während irgendjemand den Stöpsel unter dem Hintern spürt. Löffelchen will auch nicht so recht funktionieren, dafür sind normale Badewannen nicht tief genug. Aber wer sagt denn, dass Sie sich mit einer normalen Badewanne begnügen müssen? Sollte Ihr Badezimmer ausreichend Platz bieten, sind Ihre Optionen nahezu unbegrenzt: von der extrabreiten Doppelbadewanne über whirlpoolartige Eckbadewannen hin zu Badewannen, die es in Größe und Komfort mit jedem Spa aufnehmen könnten.
Wenn Sie und Ihre zweite Hälfte also gerne gemeinsam baden, können Sie sich entweder eine Dauerkarte für die öffentliche Sauna zulegen – oder Ihr Bad zu einer echten Wohlfühloase ausgestalten, in der Sie niemals jemand stört. Persönlich wüssten wir bereits, worauf unsere Wahl fällt.
Für Sie bedeutet das: Planen Sie Ihr Bad in genau dem Design, das Sie beide anspricht. Zieht es Sie Richtung südeuropäischer Wärme, dann entscheiden Sie sich für ein mediterranes Bad. Mögen Sie dagegen aufgeräumte Ordnung und klare Formsprache, orientieren Sie sich am Japandi-Stil. Wichtig ist hier nur, dass sowohl Sie als auch Ihr Partner mit dem Design glücklich sind. Schließlich soll das Bad ein Wohlfühlort für Sie beide werden. Mal gemeinsam, mal alleine, und das für viele Jahre.
Bei den großen Stilfragen waren wir uns schnell einig. Länger gedauert hat es, zu entscheiden, ob wir es lieber sichtbar oder versteckt haben wollen. Am Ende wurde es ‚versteckt‘ – am Waschplatz gibt es bei uns zum Beispiel keine sichtbare Steckdose. Auch das ist Design.
Florian Glatz, hansgrohe Leitung Customer Insight
Sie haben bereits eine Vorstellung von Ihrem Stil? Probieren Sie Farben, Materialien und Ausstattung direkt im Badplaner aus und gestalten Sie Ihr persönliches Traumbad.
Erstens: Ein cleveres Ablagesystem, das sich flexibel installieren lässt – am besten an den Wänden. So schaffen Sie Stauraum, wo vorher nur ungenutzte Fläche war, erzeugen persönliche Bereiche für beide Partner und erhalten eine systematische Ordnung.
Zweitens: Organisation und Zeitmanagement. Denn wo wirklich wenig Platz ist, hilft nur Absprache. Er steht ein paar Minuten vor ihr auf, damit es im Bad klappt. Der Schnellduscher wäscht sich morgens, der Wasserfan ausgiebig am Abend. Schminken im Schlafzimmer, Zähneputzen in der Küche, das Haar richten vor dem großen Spiegel im Flur – falls Sie selbst mit einem kleinen Bad leben, werden Sie die Tricks kennen.
Mein Mann und ich teilen uns ein kleines Bad und funktionieren dort wie ein Dream Team: Während ich dusche, macht er sich sein Vesper. Steht er dann unter der Dusche, bin ich am Waschtisch. Aber den Kaffee trinken wir anschließend gemeinsam.
Karlheinz Schremp, Assistent des Managements bei hansgrohe
Das ist vielleicht wenig romantisch, aber gut für die Beziehung. Denn wenn wir noch eine Statistik bemühen dürfen: Paare, die sich regelmäßig problemlösend austauschen, profitieren von einer deutlich höheren Beziehungsqualität – sagt die Wissenschaft und wissen alle, die schon lange gemeinsam glücklich sind.
Fassen wir noch einmal alles kurz zusammen: Ein Bad für Paare sollte strukturiert und aufgeräumt sein. Ausreichend Stauraum und Ablageflächen spielen hier also die größte Rolle. Alles Weitere richtet sich vor allem nach dem Ihnen zur Verfügung stehenden Platz. Eine Regenbrause passt oft sogar in kleinere Bäder, ein Doppelwaschbecken benötigt schon mehr Raum, für die Doppelbadewanne benötigen Sie ein wirklich großes Bad.
Wie die einzelnen Elemente bei Ihnen zuhause wirken, verrät Ihnen dabei ganz unkompliziert unser Badplaner. Stellen Sie sich Ihr Traumbad zusammen, speichern Sie den Entwurf und melden Sie sich abschließend bei uns. Denn den umsetzenden Fachbetrieb in Ihrer Nähe empfehlen wir Ihnen natürlich gerne.
Ein eigenes Badezimmer für Paare im Sinne eines komplett neuen Konzeptes brauchen Sie nicht unbedingt. Aber: Ein Bad, das bewusst auf zwei Personen ausgelegt ist, macht den Alltag deutlich angenehmer. Denn wenn sich morgens und abends alles um denselben Raum dreht, entscheiden Details über den Unterschied zwischen Stress und entspanntem Miteinander. Ausreichend Stauraum, klare Aufteilung und durchdachte Ausstattung sorgen dafür, dass aus „Wer ist zuerst dran?“ ganz schnell „Läuft doch“ wird.
Dann wird es kreativ. Wandlösungen für Stauraum, klare Ablagebereiche und vor allem gute Abstimmung. Manchmal hilft es schon, die Nutzung zeitlich zu entzerren oder einzelne Routinen auszulagern. Das ist vielleicht nicht immer glamourös, aber erstaunlich effektiv.
Die kurze Antwort: mehr, als Sie zunächst denken. Die lange Antwort: deutlich mehr, als Sie zunächst denken. Denn Pflegeprodukte, Handtücher und all die anderen kleinen Dinge vermehren sich schneller, als man glaubt. Klare Aufteilung (deins und meins) sorgt dabei nicht nur für Ordnung, sondern auch für deutlich weniger Reibung im Alltag.
Nicht zwingend. Aber es ist einer dieser kleinen Luxusmomente, die im Alltag einen großen Unterschied machen. Wenn Sie morgens regelmäßig Schulter an Schulter vor einem einzelnen Becken stehen, kennen Sie die Antwort vermutlich schon: Zwei Waschplätze bedeuten weniger Hektik, mehr Routine und einen entspannteren Start in den Tag.
Es funktioniert – mit der richtigen Lösung. Klassische Duschen sind meist auf eine Person ausgelegt. Eine großzügige Regendusche ab etwa 300 × 300 mm schafft dagegen ein breites Regenfeld, unter dem zwei Personen Platz finden. Ein kleines bisschen Nähe gehört trotzdem dazu, aber genau das macht den Moment ja aus.