Wasserschäden an Immobilien

Kommt es zu Flutkatastrophen, sind Hausbesitzer machtlos. Wenn Wassermassen ein Haus durchfluten, bleibt Bewohnern oft nur der Weg ins Hotel. Die Bausubstanz ist massiv angegriffen, das Mobiliar und das meiste Hab und Gut zerstört. Doch nicht nur die Folgen des Klimawandels bergen das Risiko von Wasserschäden.

Sind etwa Rohre, Dichtungen oder Verbindungen schadhaft, ergießen sich durch kleine oder größere Lecks unzählige Liter Wasser in die Bausubstanz. Eine häufige Ursache für Wasserschäden liegt in älteren Wasch- oder Spülmaschine ohne Aquastop. 

Eine typische Schwachstelle ist der Zuleitungsschlauch. Dieser steht bei geöffnetem Wasserzulauf ständig unter Druck. Das Material altert und wird irgendwann spröde. Der permanent anliegende Wasserdruck begünstigt gleichzeitig die Bildung von Rissen und Bruchstellen. Der Schlauch wird undicht oder platzt vom Zulauf-Anschluss ab. Das Wasser hat dann freie Bahn und breitet sich unkontrolliert aus.

Wasserschäden in Zahlen

Deutsche Versicherer zählen Wasserschäden zu den häufigsten Schäden überhaupt: Alle zwei Minuten entsteht in einer Immobilie ein Wasserschaden. Dabei gilt, dass Neubauten zwar seltener betroffen sind als Immobilien älteren Baujahrs, die Schäden im Vergleich jedoch überdurchschnittlich hoch ausfallen. In der Gesamtbetrachtung des Jahres 2019 verursachten 1,1 Millionen gemeldete Wasserschäden in Deutschland eine Schadenssumme von rund 3,1 Milliarden Euro. Heruntergerechnet auf den Einzelfall sind das 2.881 Euro.

Die häufigsten Ursachen liegen in fehlerhaften Rohrverbindungen (25 %), beschädigten oder falschen Dichtungen (25 %), Rohrbrüchen (20 %), defekten Armaturen (18 %) und maroden Schläuchen (11 %).

Sogar minimale Lecks im Wassersystem können bedrohliche Ausmaße annehmen und Ihr Zuhause in ein Sanierungsobjekt verwandeln. Das Wasser sickert beständig in die Bausubstanz und nässt diese langsam und intensiv durch. Sie bemerken den Schaden erst, wenn Wasser aus der Wand, der Decke oder dem Boden austritt. 

Zusätzlich zu den Schäden an der Bausubstanz müssen mehr als 60 % aller Betroffenen Schäden an Hausrat, Möbeln, Elektrogeräten sowie Bodenbelägen hinnehmen. Im Durchschnitt schlagen damit weitere 1.744 Euro zu Buche. Dass auch unersetzliche Stücke von ideellem Wert für immer verloren sind, ist eine bittere Begleiterscheinung, die auf keiner Rechnung steht.

Mögliche Versicherungen gegen Wasserschäden

Im Versicherungswesen sind vier Policen zu finden, die bei Wasserschäden eintreten können. 

1.    Die Gebäudeversicherung bei Schäden an Ihrer selbst genutzten oder vermieteten Immobilie.
2.    Die Elementarversicherung bei Elementarschäden wie Hochwasser, Rückstau oder Starkregen.
3.    Die Hausratversicherung bei Schäden an eigenem Hausrat und eigener Einrichtung.
4.    Die Haftpflichtversicherung bei Schäden an fremdem Eigentum.

Die ersten beiden Versicherungen sind für Haus- und Wohnungseigentümer erforderlich. Die beiden zuletzt genannten können von Mietern und Eigentümern gleichermaßen abgeschlossen werden.

Gründe für Schadenablehnung von Versicherungen

Die Versicherungsbedingungen von Assekuranzen sehen vor, dass wasserführende Komponenten wie Rohre oder Haushaltsgeräte nachweislich von einem Fachbetrieb installiert werden müssen, damit im Schadenfall Versicherungsschutz besteht. Wer selbst installiert, setzt diesen Schutz leichtfertig aufs Spiel. 

Außerdem müssen Versicherte Sorgfalt im Umgang mit wasserführenden Teilen walten lassen. Nutzen Sie zum Beispiel eine Wasch- oder Spülmaschine älteren Baujahrs ohne Aquastop, müssen Sie nach jedem Waschgang den Zulaufhahn absperren. Andernfalls verlieren Sie im Schadensfall den Versicherungsschutz.
 

Gesundheitliche Beeinträchtigungen sind Folgeschäden

Wird eine Immobilie durchfeuchtet, entwickelt sich in der Bausubstanz ein ideales Klima für bestimmte Schimmelpilze. Zu den harmloseren gehören Stockflecken, der Hausschwamm aber hat das Potenzial Holzbauteile komplett zu ruinieren. Abgesehen von den ruinösen Auswirkungen auf die Bausubstanz wirken sich die Sporen von Schimmelpilzen negativ auf die Gesundheit aus. Sie gelten als Auslöser von Allergien, Atemwegsbeschwerden und anderen Krankheiten.
 

Leckage-Systeme schützen

Sie setzen eine Warnmeldung ab, sobald festgelegte Grenzwerte überschritten werden. So haben Sie die Möglichkeit, rechtzeitig zu reagieren und die Wasserversorgung abzuriegeln, bevor schlimmere Schäden entstehen.

Immer gut beraten

Fachpartner in Ihrer Nähe