Das Haus ist fast perfekt – wenn nur das Badezimmer nicht im Dachgeschoss wäre! Keine Sorge: Ein Bad mit Dachschräge wirkt immer erst einmal wie ein Kompromiss. Aber auch unter dem Dach klappt’s mit dem Spa-Gefühl: Wir zeigen Ihnen, wie Sie Sanitär-Einrichtung und Badmöbel geschickt verteilen, den Platz unter der Dachschräge für Stauraum nutzen und worauf sie bei der Technik achten müssen.
Keine Angst vor Bädern mit Dachschräge: Sie sind eine Chance für eine einzigartige Raumgestaltung.
Strategische Raumplanung ermöglicht auch in kleinen Bädern Bewegungsfreiheit, Komfort und Stauraum.
Mit hellen Farben, strategischer Beleuchtung und geschickter Einrichtung machen Sie Ihr Bad unter der Dachschräge zum Wohlfühlort.
Mit einer effizienten Raumaufteilung haben Sie auch im Dachbad Komfort und ausreichend Stauraum. Klicken Sie für mehr Informationen auf die türkisen Kreise.
"Jeder Mensch hat eigene Anforderungen an sein Bad, und jeder Raum bietet andere Möglichkeiten. Aber mit der richtigen Planung schafft man in jedem Bad etwas Schönes!"
Oliver Selner, Badplaner und Interior Designer alias Stil11
Unter dem Dach ist eines besonders knapp: Platz mit voller Raumhöhe. Nutzen Sie ihn dort, wo Sie ihn wirklich brauchen: für die Dusche und dort, wo Sie vor Waschbecken und WC stehen.
Die Bereiche mit geringerer Höhe, direkt unter der Dachschräge, eignen sich ideal für Stauraum, Ablagen oder Dekoraton. Mit maßgefertigten Lösungen für geschlossene Einbauschränke oder Regale wirkt Ihr Bad sofort aufgeräumter.
Die erste Entscheidung ist wohl die einfachste: Ihre Dusche sollten Sie so platzieren, dass Sie darin bequem stehen können. Im Idealfall bekommt die gesamte Dusche die volle Raumhöhe. Wenn das nicht möglich ist, sollte zumindest eine gerade Wand für Duschsystem bzw. Kopfbrause zur Verfügung stehen. Wenn der Platz knapp ist, ist eine flache Duschwanne oder eine bodengleiche, begehbare Dusche mit einer modernen Duschrinne eine elegante Lösung.
Gerade kleine Räume profitieren davon, wenn Sie unnötige optische Trennungen vermeiden: Wählen Sie transparente Glasabtrennungen oder offene Duschwände für ein luftiges Raumgefühl. Auch eine halbhohe Duschwand ist eine gute Wahl.Wenn Sie eine Duschkabine integrieren möchten, bietet sich eine maßgeschneiderte Lösung mit schrägen Glaselementen an. Damit passt sich Ihre Dusche der Dachlinie an.
Nicht eingefärbtes, transparentes Glas ohne Rahmen lässt den Raum optisch größer wirken.
“Mindesthöhen und Abstände zwischen Ihrer Badausstattung sind Richtwerte – falls es eng wird: Überlegen Sie sich, wo Sie Platz aufgeben können, um Ihre Traumeinrichtung zu ermöglichen.”
Oliver Selner, Badplaner und Interior Designer alias Stil11
In der Dusche bietet sich die Möglichkeit für eine besondere Stauraum-Lösung, unterhalb oder sogar in der Dachschräge: Anders als Duschkörbe, die Platz in der Dusche wegnehmen, nutzen Wandnischen den Platz direkt in der Wand. So haben Sie alles griffbereit, was Sie beim Duschen benötigen, können sich aber auch in kleineren Duschen frei bewegen.
Nachdem die Dusche bereits den höchsten Platz im Raum einnimmt, sind nun Waschbecken und WC an der Reihe, denn auch für die Badkeramik benötigen Sie eine gewisse Raumhöhe. Sie können das Waschbecken unter der Dachschräge anbringen, sofern der Kniestock, also die gerade Wand unterhalb der Dachschräge, das zulässt. Im Bestfall ist die Wand jedoch hoch genug, damit ein Spiegel oder ein Spiegelschrank darüber Platz hat.
Damit Sie Waschtisch und WC ohne Einschränkungen nutzen können, sollten Sie bequem davor stehen können: Wie hoch die Decke sein muss, hängt von Ihrer Körpergröße ab – 2 m Standhöhe sind aber ein guter Richtwert.
Eine Badewanne in ein Bad mit Dachschräge zu integrieren, klingt erst einmal anspruchsvoll. Es ist aber ein gutes Beispiel für effiziente Raumnutzung – sofern die Größe Ihres Badezimmers das zulässt. Was es häufig erst möglich macht: Sie können Ihre Wanne direkt unter der Dachschräge unterbringen. Da man in der Badewanne größtenteils liegt oder sitzt, benötigt sie keine volle Raumhöhe. Damit Sie bequem in die Wanne steigen können, zählt die Deckenhöhe vor der Wanne: 1,90 m – 2 m sind ein guter Richtwert. Noch besser ist es, wenn Sie in der Mitte der Wanne aufstehen können. Bei der Wahl des richtigen Modells haben Sie einige Möglichkeiten: Auch wenn Sie von einer freistehenden Wanne träumen – eingebaute Modelle sind meistens platzsparender und wirken aufgeräumter. Für Minibäder bieten sich außerdem sogenannte Raumsparwannen an. Diese Modelle sind kompakter, schmaler und oft asymmetrisch geformt, sodass sie sich ideal in besondere Raumkonzepte einfügen.
Falls Sie sich in Ihrem Bad zwischen Wanne und Dusche entscheiden müssen, haben Sie auch die Option, beide Produkte zu kombinieren: Mit einer Wannendusche bleiben Sie flexibel.
Bäder mit Dachschräge bieten viel Potenzial für kreative Stauraum-Lösungen: Ecken mit niedriger Kniestockhöhe wirken zuerst wie verlorener Platz – sie sind jedoch perfekt für maßgeschneiderte Einbauschränke, in denen Sie Handtücher und Pflegeprodukte aufbewahren können. Die Fläche neben oder hinter der Wanne bietet sich für Regale oder Ablagen an. Eingebaute Wandnischen bieten zusätzlichen Stauraum, eigenen sich aber auch, um besondere Deko-Elemente zu präsentieren.
“Eine Sitzgelegenheit außerhalb der Dusche ist eine sinnvolle Ergänzung in nahezu jedem Badezimmer. Sie bietet nicht nur zusätzlichen Komfort & Stauraum, sondern schafft auch einen wohnlicheren Charakter – ein Aspekt, der bei der Badplanung häufig unterschätzt wird.”
Oliver Selner, Badplaner und Interior Designer alias Stil11
Auch Feuchtigkeitsschutz und Wärmedämmung spielen eine noch entscheidendere Rolle als in normalen Bädern: An schrägen Flächen und in schwer zugänglichen Ecken sammelt sich Kondenswasser noch schneller. Bedenken Sie dabei:
Eine gute Belüftung ist unter dem Dach noch wichtiger als sonst – idealerweise kombinieren Sie ein Dachfenster mit einem Belüftungssystem.
Über das Dach geht außerdem zusätzlich Wärme verloren. Eine Fußbodenheizung fühlt sich angenehm an und spart Platz – perfekt im Dachbad. Auch zusätzliche Handtuchheizkörper sind hilfreich.
Insgesamt gilt: Bedenken Sie die besonderen Gegebenheiten in Ihrem Bad mit Dachschräge bei jedem technischen Detail, von der Statik bis zur Belüftung. Nur dann wird Ihr Badezimmer komfortabel, sicher und langlebig.
Ein großzügiges Raumgefühl ist selbst in Minibädern möglich: Entscheidend ist, dass Sie den Raum beim Betreten ungehindert einsehen können. So wirkt jedes Bad hell und geräumig:
Kleine Bäder oder Bäder mit dunklen Ecken profitieren von hellen, natürlichen Farben: Weiß, Sand oder helle Grau- und Pastelltöne lassen den Raum freundlich und einladend wirken. Einzelne dunkle oder bunte Elemente wirken besonders gut, wenn Sie sie als Akzent einsetzen: mattschwarze Armaturen, farbige Handtücher, Pflanzen oder außergewöhnliche Deko-Elemente geben Ihrem Bad Persönlichkeit.
Damit Sie sich in Ihrem Bad rundum wohlfühlen, müssen sowohl die Funktionalität Ihrer Einrichtung als auch ihre Optik stimmen. Dafür sorgen Sie mit hochwertigen Details, z.B. eckigen oder runden Armaturen für Waschbecken, Dusche und Badewanne, einer passenden WC-Betätigungsplatte oder einer elegant geformten Kopfbrause. Auch natürliche Akzente wie eine Sitzbank oder Ablage aus Holz bringen Wärme in den Raum und bilden einen harmonischen Kontrast zu Oberflächen aus Glas, Keramik oder Metall. Achten Sie dabei darauf, Materialien und Formen konsequent aufeinander abzustimmen, indem sich Farbe oder Linienführung der Armaturen in Griffen, Spiegelrahmen oder Leuchten wiederholt. Das sorgt für ein angenehmes Gesamtbild.
Das Beste, was Sie für die Lichtstimmung in Ihrem Bad unter dem Dach tun können, ist ein Dachfenster einzubauen. Natürliches Tageslicht lässt Ihr Bad sofort großzügig und gemütlich wirken. Doch auch, wenn das nicht möglich ist, schaffen Sie mit der richtigen Badezimmerbeleuchtung eine angenehme Stimmung.
Zusätzlich zur Grundbeleuchtung aus Wand- und Deckenleuchten können Sie gezielt weitere Lichtquellen einsetzen: Eingebaute Spots sorgen dafür, dass auch dunklere Ecken gut ausgeleuchtet sind. Auch eine indirekte Beleuchtung hinter dem Spiegel oder Akzentlicht in Nischen sind gute Möglichkeiten, eine angenehme Atmosphäre zu schaffen. Besonders angenehm ist es, wenn Ihre Badezimmerbeleuchtung dimmbar ist. Damit können Sie die Lichtintensität und -farbe auf die Tageszeit und Ihre Stimmung anpassen.
Platzieren Sie den Duschbereich optimalerweise dort, wo die Raumhöhe mindestens 2,30 m beträgt. Nutzen Sie den Platz unter der Schräge für maßgeschneiderte Nischen für Shampoo und Pflegeprodukte oder eine Sitzbank. Flache Duschwannen oder bodenebene Duschen sind besonders praktisch, da sie den Raum nicht zusätzlich verkleinern und gleichzeitig modern wirken. Achten Sie auch darauf, dass die Dusche gut beleuchtet ist – das verleiht dem Raum zusätzlich Weite.
Nutzen Sie den Platz unter der Dachschräge für maßgefertigte Einbauschränke oder Regale. Diese können in den Kniestöcken untergebracht werden und bieten Platz für Handtücher, Kosmetikartikel und Reinigungsmittel, ohne dass wertvoller Raum verloren geht. Auch offene Regale an niedrigen Wänden sind eine clevere Möglichkeit, zusätzlichen Stauraum zu schaffen, der gleichzeitig dekorativ wirkt. Schwebende Möbel sind ebenfalls eine praktische Lösung, um den Boden frei zu halten und das Badezimmer größer wirken zu lassen.
Helle Farben wie Weiß, Creme oder Pastelltöne sind ideal, um das Badezimmer größer und heller wirken zu lassen. Sie reflektieren das Licht und schaffen eine luftige, freundliche Atmosphäre. Ergänzen Sie helle Wände mit großen Spiegeln, die den Raum optisch vergrößern. Wenn Sie Akzente setzen möchten, wählen Sie am besten zarte Farbtöne oder natürliche Materialien, die das Gesamtbild nicht überladen und das Badezimmer harmonisch wirken lassen.
Tageslicht ist in einem Dachbad besonders wichtig. Setzen Sie auf Dachfenster, um das natürliche Licht optimal zu nutzen. Ergänzend dazu sorgen Spots oder Wandleuchten für eine angenehme Beleuchtung in den dunkleren Ecken des Raumes. Auch dimmbare Leuchten sind eine tolle Möglichkeit, die Lichtstimmung je nach Bedarf anzupassen. Besonders in kleinen Bädern mit Dachschräge tragen die richtigen Lichtquellen dazu bei, den Raum größer und freundlicher wirken zu lassen.
Setzen Sie auf schwebende Möbel und kompakte Sanitärobjekte, die wenig Platz benötigen und gleichzeitig funktional sind. Wandarmaturen sind eine gute Wahl, da sie den Raum offen halten und ein modernes, minimalistisches Design ermöglichen. Durch den Verzicht auf bodenstehende Möbel bleibt der Boden frei, was das Badezimmer optisch größer erscheinen lässt. Denken Sie auch an maßgeschneiderte Lösungen für Stauraum, um den vorhandenen Platz optimal zu nutzen und den Raum übersichtlich zu halten.