Die aktuelle Grundlagenstudie Badezimmer 2024 zeigt deutlich: Die Dusche spielt im Alltag der Menschen eine zentrale Rolle. 84 % der Befragten messen Größe und Gestaltung der Dusche eine besonders hohe Priorität bei und damit fast doppelt so viel wie der Badewanne (45 %). Parallel dazu ist die Dusche das Renovationsprodukt Nr. 1: Seit 2017 ist die Zahl der mit einer Dusche ausgestatteten Bäder von 66 % auf 76 % gestiegen.
Damit ist klar: Für viele Menschen bedeutet Duschen inzwischen allerdings viel mehr als die schnelle morgendliche Wäsche. Die Nasszelle im Bad ist für sie Rückzugsort, Wohlfühlzone, ein Platz zum Abschalten und Runterkommen. Eine triste Duschwanne und die schwachbrüstige Baumarktbrause reichen einfach nicht, um dem gerecht zu werden.
Sie selbst sehen die Sache vermutlich ähnlich, sonst wären Sie nicht hier – und befinden sich dabei in bester Gesellschaft. Denn durch diesen Beitrag begleitet uns Badexperte und Interior Designer Oliver Selner alias Stil_11. Gemeinsam mit dem Profi beantworten wir alle wichtigen Fragen rund um die Planung Ihrer perfekten Dusche – vom Grundsätzlichen hin zu den letzten Details.
Bevor wir tiefer in die Badplanung einsteigen, gehört es sich allerdings, unseren Gast kurz vorzustellen.
Oliver kennt Bäder aus jedem Blickwinkel: 20 Jahre im Handwerk – davon zehn im Kundendienst – haben ihn mit nahezu allen Problemen vertraut gemacht. Später verlagerte er seinen Schwerpunkt auf die Badplanung, inklusive Beratung, Visualisierung und einem begleitenden Fernstudium für Innenarchitektur.
2022 gründete er sein eigenes Unternehmen Stil 11 und wurde dank kreativer, kundenorientierter Planung schnell bekannt. Heute folgen ihm und seiner Frau Lorena über 125.000 Menschen auf Instagram – und seine Planungstermine sind bereits weit im Voraus ausgebucht.
Außerdem möchten wir noch auf einen weiteren wichtigen Aspekt eingehen, bevor wir tief ins Thema eintauchen: Das perfekte Badezimmer und mit ihm die perfekte Dusche existieren nicht, zumindest nicht universell betrachtet. Schließlich ist jeder Mensch anders, und was für den einen perfekt klingt, würde die andere nicht einmal mit der Kneifzange anfassen. Das Pärchen aus der Großstadt hat andere Bedürfnisse als die Familie aus dem Vorort: Die eine mag es bunt, der andere lieber schlicht, und natürlich spielen auch Budget und Räumlichkeiten eine Rolle.
Für Oliver beginnt die Badplanung daher immer mit einem ausführlichen Gespräch, bei dem er vor allem drei Dinge tut: kennenlernen, zuhören, verstehen. Erst wenn Wünsche, Vorstellungen und Möglichkeiten klar sind, geht es wirklich los mit der Planung.
Badplanung beginnt für uns immer damit, zu verstehen, wer uns gegenübersitzt. Welche Bedürfnisse haben diese Personen und worauf kommt es für sie wirklich an? Denn jedes Bad ist so individuell wie die Menschen, die es jeden Tag benutzen.
Oliver Selner, Badplaner, Interior Designer und Inhaber von Stil11
Wir selbst sehen das genauso. Ein gutes Unternehmen schreibt Ihnen nie vor, wie Ihr Bad auszusehen hat. Es berät Sie, gibt Tipps und zeigt, was möglich ist. Genau unter dieser Prämisse laufen daher auch sämtliche Ratschläge, die wir Ihnen gleich geben. Alles kann, nichts muss, und am Ende ist das Wichtigste, dass Sie sich in Ihrer Dusche wirklich zuhause fühlen.
Nun ist aber wirklich Schluss mit den einleitenden Worten. Wir kommen zum Kern unseres Beitrags: Wie gelangen Sie Schritt für Schritt zu Ihrer ganz persönlichen Traumdusche? Zwar sind Ihre Möglichkeiten unendlich groß, aber wenn Sie strukturiert vorgehen, gelangen Sie sicher ins Ziel. Machen Sie sich zunächst über folgende Fragen Gedanken:
Laut unseres Experten entscheiden sich die meisten Menschen für begehbare Walk-in-Duschen, denn diese Modelle wirken oft moderner, komfortabler und wohnlicher. Allerdings gibt es auch immer wieder Kundinnen und Kunden, die die klassische Duschwanne bevorzugen. Stellen wir die beiden Optionen also einmal einander gegenüber.
Mein Tipp für alle, die es beim Duschen besonders warm mögen: Installieren Sie Infrarotlampen in Ihrer Duschzone. So machen Sie endgültig Schluss mit dem Zähneklappern.
Oliver Selner, Badplaner, Interior Designer und Inhaber von Stil11
Es gibt kein Richtig oder Falsch – auch nicht bei der Frage nach Wanne oder Walk-in-Dusche. Wichtig ist, welches Modell besser in Ihr Leben passt. Wenn Sie gerne gemeinsam mit Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin duschen, entscheiden Sie sich für eine großzügige Walk-in-Dusche. Bevorzugen Sie es dagegen lieber behaglich und allein, dann reicht die Duschwanne vollkommen aus.
Planen Sie Ihr Bad barrierefrei, dann ist die bodengleiche Dusche die Variante Ihrer Wahl. Möchten Sie ein sehr kleines Badezimmer wohnlich gestalten, fahren Sie dagegen oft besser mit einer raumsparenden Duschbadewanne. Ist die Dusche Ihre ganz persönliche Wellbeing-Zone: Walk-in. Betrachten Sie die Nasszelle dagegen eher nüchtern als Waschplatz und entspannen lieber im Garten: Duschwanne.
Wir sind nicht hier, um Ihnen etwas aufzuzwingen, sondern um Sie zu Ihrer perfekten Dusche zu führen.
Gerade, wenn Sie eine bodengleiche Dusche planen, stellt sich oft die Frage, wie der Nassbereich vom Rest des Bades abgetrennt werden soll: Lieber durch eine feste Wand – verputzt oder gefliest – oder doch eher durch Glaselemente?
Es gilt:
Feste Wände vermitteln vor allem ein Gefühl von Beständigkeit und Stabilität. Wenn Sie sich in Ihrer Dusche vollkommen zurückziehen möchten und sich ganz auf sich selbst konzentrieren wollen, dann ist die Wand zwischen Ihnen und dem Rest des Bades optimal.
Die Welt kann draußen bleiben. Sie sind in Ihrem eigenen kleinen Reich und für ein paar Minuten darf der Globus sich gerne ohne Sie weiterdrehen, während Sie vollkommen zwischen Wasser, Wärme und dem sanften Echo versinken.
Glaselemente sorgen dagegen für ein deutlich offeneres Raumgefühl. Schon auf den ersten Blick wirken sie einladender und freundlicher. Sollten Sie sich beim Design des Duschinterieurs richtig ins Zeug gelegt haben, verstellt Glas weiterhin nicht den Blick auf Ihr kleines Schmuckstück. Denn wie heißt es so schön? Das Auge badet mit.
Außerdem schätzen viele Menschen, dass sie dank der Glaselemente das Bad immer im Auge behalten können. Wer hat da gerade die Tür geöffnet? Für Paare mag diese Frage nicht wichtig erscheinen, aber spätestens, wenn die Freunde Ihrer Kinder regelmäßig zu Besuch sind, ist ein wenig Überblick kein unwichtiger Faktor.
Diese Frage ist äußerst schwer zu beantworten, denn Fliesen gibt es nicht nur gefühlt, sondern ganz real in tausenden Farben, Formen und Ausführungen. Deshalb geben wir Ihnen nur diesen Hinweis mit auf den Weg:
Fliesen in Queroptik …
… also mit waagerecht verlaufender Musterung und Fugen in durchgehend horizontalen Linien, verleihen einem Raum ein gemütliches und heimeliges Ambiente. Hier wird nicht gehetzt, sondern entspannt. Das Bad ist ein Ort der Ruhe, an dem man sich Zeit lassen darf.
Fliesen in Längsoptik …
… also alle Designs, die den Blick in die Höhe ziehen, sorgen dagegen für ein Gefühl von Luxus. Es hat seinen Grund, dass die Executive Offices dieser Welt immer in den obersten Stockwerken liegen. Wünschen Sie sich ein Bad, das einen großen Wert ausstrahlt, dann setzen Sie auf die vertikale Optik.
Zusatztipp von unserem Profi
Speziell für den Duschbereich empfiehlt Oliver außerdem, selbigen durch Akzentwände vom Rest des Bades abzusetzen. So steigern Sie nämlich nicht nur die Designwirkung, sondern erhöhen vor allem den Wohlfühlfaktor: Die Dusche wird noch stärker zu einem eigenen kleinen Rückzugsort, der wie dafür gemacht ist, dem Alltag für ein paar Momente adieu zu sagen.
Lassen Sie sich nie einreden, dass in Ihrem Bad irgendwas ein Planungsfehler sei. Fliesen in unterschiedlichen Höhen, die abgehangene Decke, das Doppelwaschbecken – wenn Sie es lieben, dann wurde es richtig geplant.
Oliver Selner, Badplaner, Interior Designer und Inhaber von Stil 11
Vorhang, Falttür, Schiebeelemente – es gibt viele Optionen, um das Wasser in der Dusche zu halten. Allerdings sind sie gar nicht immer notwendig, denn beim achtsamen Duschen spritzt das Wasser viel weniger weit, als Sie es vielleicht glauben.
Entscheidend sind vor allem die Ablauffläche ihrer Dusche und welche Brausen und Strahler Sie verbaut haben. Klar, wenn Sie Massagedüsen an den Wänden haben oder sich Ihre Kinder regelmäßig in der Dusche austoben, ist ein Spritzschutz absolut sinnvoll. In einer Walk-in-Dusche, die nur von Erwachsenen frequentiert wird, reicht allerdings schon eine Fläche von 1,5 m², um vollständig auf eine weitere Abtrennung verzichten zu können.
„Gut geplant benötigen Walk-in-Duschen kaum einen Spritzschutz. Die wenigen Tropfen, die nicht im Abflussbereich landen, ziehen Sie in zwei Sekunden mit der Flitsche weg.“ – Oliver Selner, Badexperte und Inhaber von Stil 11
Der Rest ist auch hier eine Frage des individuellen Geschmacks. Wenn Sie sich einfach sicherer und besser aufgehoben fühlen, wenn sich die Tür der Duschkabine mit einem zuverlässigen Schmatzen schließt, dann lassen Sie eine Tür installieren. Es ist Ihr Bad und Ihr kleines Reich.
Um kurz die Begriffe zu erklären:
Eine Kopfbrause ist ein Duschkopf, der fest an der Wand installiert wird und das Wasser direkt von oben auf Ihren Körper sprüht. Manchmal werden diese Brausen auch Deckendusche genannt oder – weil sie ein regnendes Duscherlebnis bieten – auch Regendusche.
Die Handbrause wiederum ist an einem flexiblen Schlauch montiert und kann – es sollte niemanden überraschen – in die Hand genommen werden. Wird sie nicht gebraucht, lässt sie sich in eine Halterung stecken, die entweder an der Wand oder an einer Duschstange hängt.
Soviel zur Theorie. In der Praxis gilt Folgendes:
bietet ein besonders entspannendes Duscherlebnis. Das Wasser verteilt sich gleichmäßig über Ihren gesamten Körper, es gibt keine punktuellen Belastungen, der Strahl fühlt sich sanft und angenehm an. Wie ein freundlicher Regenguss an einem schönen Sommertag.
wirkt modern und luxuriös. Besonders in Kombination mit bodengleichen Duschen entstehen ästhetisch offene und großzügige Duschbereiche. Insgesamt steht der Wellnessfaktor bei Regenduschen komplett im Vordergrund.
lässt die Hände frei. Sie können sich in aller Ruhe einseifen oder einshampoonieren und müssen nicht hektisch mit der Handbrause hantieren.
eignet sich besser zum Waschen einzelner Körperzonen. Wenn Sie barfuß im Garten unterwegs waren, werden Sie die Handbrause schätzen.
ist sehr praktisch veranlagt. Mal eben die Armaturen abspritzen, einen Eimer mit Wasser befüllen oder die schlammigen Schuhe reinigen – all das geht mit der Handbrause leichter.
wird von vielen Menschen für die Haarwäsche bevorzugt. Gerade sehr langes und volles Haar ist pflegebedürftig und benötigt intensive Reinigung. Hier ist die Handbrause mit ihrem gezielten Strahl oft im Vorteil.
Nach der Meinung unseres Profis und übereinstimmend mit unserer eigenen Erfahrung ist eine Kombination aus Kopfbrause und Handbrause meist die beste Lösung. Die Kopfbrause bringt das Wellnessfeeling ins Bad. Wenn Sie auch nur einmal unter ihrem sanften Strahl gestanden haben, wollen Sie nie mehr anders duschen. Die Handbrause wiederum sorgt für die nötige Flexibilität – und manchmal tut so ein heißer, harter Wasserstrahl, genau auf das schmerzende Schultergelenk gerichtet, auch einfach nur unglaublich gut.
Kopfbrause und Handbrause empfehle ich fast immer zusammen. Die kleine Handbrause bringt einfach so viele Vorteile mit sich, dass man sie schmerzlich vermisst, wenn man sie nicht hat und trotzdem einmal braucht.
Oliver Selner, Badplaner, Interior Designer und Inhaber von Stil 11
Duschstange, ja oder nein? Viele Menschen empfinden die Stange als visuell störend. Noch ein Element, das ins Bad ragt. Sie bevorzugen die Wandhalterung. Allerdings existieren ein paar handfeste Pro-Argumente für eine Duschstange:
Insbesondere, wenn kleinere Menschen in Ihrem Haushalt leben – meist handelt es sich dabei um Kinder –, ist eine höhenverstellbare Stange ein starker Vorteil. Die Kids stellen sich die Brause einfach auf die richtige Höhe ein. Die Dusche wächst mit. Allerdings können auch Paare ohne Kinder von der Flexibilität profitieren. Denn zwar freut sie (1,60 m) sich vielleicht über die Halterung in ihrer Höhe. Er (2,00 m) dagegen ist wenig begeistert, wenn ihm die Brause maximal bis zur Brust reicht.
Die Auswahl der passenden Armaturen ist ähnlich komplex wie die Entscheidung für die richtigen Fliesen. Scheinbar unendlich vielfältig sind Designs, Funktionen und Möglichkeiten. Anstatt Ihnen also ein ganz bestimmtes Modell vorzusetzen, geben wir Ihnen lieber die wichtigsten Aspekte mit auf den Weg:
Hochwertigkeit
Hochwertige Armaturen müssen nicht teuer sein. Denn auch hier gilt, was so gut wie für jedes Produkt gilt: Irgendwann zahlen Sie Unsummen, nur weil der Name einer Designmarke auf dem Duschkopf steht. Die Relation zwischen Kosten und Nutzen läuft dann völlig aus dem Ruder. Gleichzeitig ist billig selten günstig. An der Armatur vom Baumarktwühltisch werden Sie nicht lange Freude haben. Sie verkalkt, verstopft und wird undicht. Davon, dass billige Armaturen oft auch billig aussehen, ganz zu schweigen.
Weiterhin wichtig bei allen Badezimmerarmaturen ist die Pflege. In unseren Breiten ist Kalk das häufigste Problem, denn europäische Böden und damit das Wasser sind in vielen Regionen besonders kalkhaltig. Gemeinsam mit Oliver empfehlen wir deshalb immer Brausen mit einer Anti-Kalk-Funktion. Sie erkennen diese Modelle an den Silikonnoppen am Luftsprudler der Armaturen und den Strahldüsen der Brausen. Dort sammeln sich Kalkrückstände und können nach dem Duschen einfach abgewischt werden. Verstopfungen werden so weitestgehend ausgeschlossen.
Wovon wir persönlich dagegen abraten, sind Kopfbrausen mit Nachtropfstopp. Zwar ist es richtig, dass vor allem Regenbrausen nach dem Duschen immer noch ein wenig tropfen, allerdings gibt es dafür einen guten Grund: Im Duschkopf befindet sich eine kleine Kammer, die Wasser speichert und verwirbelt, bevor es ausgestrahlt wird. So wird der Regeneffekt erzeugt. Klar, dass nach dem Duschen schwerkraftbedingt immer ein wenig Wasser tropft. Wird es zurückgehalten, passiert das, was bei stehenden Gewässern immer der Fall ist: Es bildet sich Leben, das sich in Ihrem Bad vor allem durch den Ausstoß unangenehm riechender Faulgase bemerkbar macht. Besser als ein Tropfstopp ist es daher, die Brause einfach ein wenig zur Seite zu drehen, um das Nachtropfen zwar nicht vollständig zu unterbinden, aber zu minimieren.
Zuletzt ein ganz besonderer Tipp von Oliver: Nutzen Sie Armaturen, um in Ihrem Badezimmer Farbakzente zu setzen. Denn als Insider hat er uns verraten, dass farbige Armaturen längst nicht mehr so teuer sind, wie es noch vor wenigen Jahren der Fall war.
„Mit Armaturen lassen sich großartig Akzente im Bad setzen. Wenn Sie sich ein wenig Zeit bei der Auswahl gönnen, wird auch aus einem schlichten Duschbereich schnell ein echter Hingucker.“
– Oliver Selner, Badexperte und Inhaber von Stil 11
Die edlen Wasserhähne in Bronzeoptik oder die schwarzen Armaturen im weißen Duschbereich – alles ist inzwischen möglich, ohne gleich den doppelten Betrag auf den Tisch legen zu müssen. Lassen Sie Ihrer Fantasie also gerne freien Lauf.
Diesen Punkt können wir leider nicht in allen Details beleuchten – dafür ist das Thema zu vielschichtig. Aber Oliver sagt, dass für die perfekte Gestaltung einer Dusche kaum etwas wichtiger sei als das Licht. Damit geht er zu 100 Prozent mit unserer hauseigenen Expertin Natascha Beha konform, denn auch Natascha schwört auf ausgefeilte Lichtkonzepte rund um das Badezimmer.
Grundsätzlich gilt: Mehr Licht wirkt immer besser. Spots, die sich über die gesamte Decke verteilen, beleuchtete Spiegel, Strahler für Highlights, farbige LED-Leisten rund um die Dusche – was für Fliesen und Armaturen gilt, zählt bei der Illumination doppelt und dreifach: Ihre Möglichkeiten sind unendlich. Verzichten Sie also auf jeden Fall auf die einzelne, traurige Deckenlampe im Bad. Holen Sie sich lieber die Unterstützung durch Designprofis. Denn so machen Sie aus Ihrer Dusche durch Lichtakzente einen echten Traumplatz.
Mit Licht lässt sich aus einem Bad noch einmal unglaublich viel herausholen. Akzentuierungen, eigene Lichtzonen, Farbgestaltung – gerade in Kombination mit verschiedenen Deckenhöhen. Das richtige Licht macht ein Bad erst rund.
Oliver Selner, Badplaner, Interior Designer und Inhaber von Stil 11
Zuletzt ist da noch ein Aspekt, der uns alle angeht: der Umweltschutz. Denn tatsächlich können Sie auch bei der Duschplanung eine gehörige Portion dazu beitragen – und gleichzeitig Geld sparen. Das Beste für alle Beteiligten also.
Unser Blick richtet sich dabei natürlich auf die Armaturen. Hochwertig und langlebig sollten sie sein, denn Wegwerfen ist aus Sicht des Umweltschutzes nie eine gute Idee. Noch viel wichtiger ist allerdings, wie viel Wasser durch die Duschköpfe läuft. Die richtige Brause macht einen gewaltigen Unterschied, denn mit wassersparender Technologie lassen sich bis zu 60 Prozent des üblichen Verbrauches einsparen. Erreicht wird das durch einen innovativen Durchflussbegrenzer. Doch bevor Sie jetzt sagen: „Aber ich will da kommt doch bestimmt zu wenig Wasser raus“, lassen wir gerne Oliver persönlich zu Wort kommen:
Einen Unterschied in der Wassermenge hat bei mir noch niemand moniert. Ganz im Gegenteil. Die Menschen empfinden den Strahl als angenehmer auf der Haut. Das Wasser tritt sanfter aus der Brause aus, fühlt sich noch mehr an wie ein warmer Regenschauer und so weit spritzen tut es auch nicht mehr.
Oliver Selner, Badplaner, Interior Designer und Inhaber von Stil 11
Und damit wissen Sie, worauf Sie bei der Planung Ihrer Dusche unbedingt achten sollten. Ob es eine Duschwanne wird oder eine bodengleiche Dusche, ob Sie mit Glas oder Stein arbeiten, eine Regendusche installieren lassen oder eine Handbrause (am besten beides) – das ist eine ganz individuelle Entscheidung. Es soll Ihre Traumdusche werden. Entdecken Sie lieber Ihre Möglichkeiten, als sich irgendetwas vorschreiben zu lassen. Mit der Entdeckungsreise können Sie sogar direkt beginnen, denn mit unserem hansgrohe 3D Inspirator Tool planen Sie Ihr Bad gleich an Ihrem PC. Selbstverständlich inklusive der Dusche, die bald zu Ihrem neuen Lieblingsplatz wird. Vielleicht ist es da gar nicht mehr so schlimm, dass es bei Stil 11 in nächster Zeit keine Termine mehr gibt.
Beginnen Sie mit den Grundlagen: Platzangebot, Budget, Nutzer, gewünschter Komfort und Designstil. Danach entscheiden Sie über Duschform (Walk-In oder Wanne), Abtrennung, Brausen, Armaturen, Fliesen und Beleuchtung.
Walk-In-Duschen wirken moderner und großzügiger, benötigen aber mehr Platz und Budget. Duschwannen sind platzsparend und günstig. Die beste Lösung hängt von Raumgröße, Komfortbedürfnis und Barrierefreiheit ab.
Der Mindeststandard liegt bei ca. 90 × 90 cm. Für Walk-In-Duschen ohne Spritzschutz empfehlen Experten etwa 120 × 120 cm oder mehr – je nach Duschverhalten und Strahlart.
Nicht zwingend. Bei ausreichender Fläche und achtsamem Duschen kann auf Türen verzichtet werden. Bei Kindern, Massagedüsen oder sehr starkem Strahl empfiehlt sich ein zusätzlicher Schutz.
Beide! Die Kopfbrause sorgt für Wellnessfeeling, die Handbrause für Flexibilität, Reinigung und gezieltes Waschen. Die Kombination gilt als ideal.
Rutschhemmende, großformatige Fliesen sind pflegeleicht und sicher. Queroptik wirkt gemütlich, Längsoptik lässt den Raum höher erscheinen. Akzentwände schaffen einen eigenen Rückzugsbereich.
Sehr wichtig. Lichtzonen, LEDs und Akzente verändern Atmosphäre und Sicherheit. Eine einzige Deckenlampe reicht meist nicht aus.
Wählen Sie wassersparende Brausen mit EcoSmart-Technologie, die Wasser mit Luft anreichern. Damit lassen sich bis zu 60 % Wasser sparen.